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Veit-Bach-Festspiele Wechmar 9./10. September 2022

Premiere des Volksschauspiels „Vitus Bach und der Anfang zur Musik“

Am Freitag, dem 9. September 2022, um 19.30 Uhr und am Samstag, den 10. September 2022, um 19.30 Uhr wird sich die Sankt Viti Kirche Wechmar öffnen, um den Theaterschauplatz für die einzigartige Aufführung zu bieten.

Karten für das Volksschauspiel sind im Ticketservice Thüringen sowie ab dem 2. Juni jeden Samstag von 16 – 18 Uhr im Landhaus Studnitz erhältlich.

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Der Wechmarer Heimatverein e.V. ist seit vier Jahrzehnten immer wieder für eine Überraschung gut. Besonders dann, wenn er Theater spielt. Seit dem Jahr 2000 gehen die Laien aus Wechmar alle vier Jahre auf die Theaterbühne, um in lustigen Versen ein Volksschauspiel zur Geschichte der Musikerfamilie Bach auf die Bühne zu bringen. Zweimal hat CORONA in den Jahren 2020 und 2021 den Auftritt verhindert, umso mehr freuen sich alle Schauspielerinnen und Schauspieler nun auf den Start im September 2022.

Zum fünften Male bereits hat Knut Kreuch die Texte für das Volkschauspiel verfasst, die stets neben historischen Tempre auch eine aktuelle Note aufweisen. Mehr als 40 Rollen hat Kreuch in seiner Freizeit mit Textpassagen versehen, um so an die Ursprünge der Bachfamilie zurückzukehren. So erzählt er die Geschichte wie einst der Müller Vitus Bach aus Wechmar auszog, um in der Fremde das Geld zu verdienen, aber nach Jahren wieder zurückkehren musste. Was er auf seiner Wanderschaft, aber auch in der Fremde erlebte, das sind tausend kleine, lustige und oftmals auch hintersinnige Geschichten, die in zwei spannende Theaterstunden verpackt worden sind. Dabei wird viel gesungen, flott getanzt und die Wechmarer Mühlenpfeifer spielen auf. Einigen der Darsteller wurde natürlich die Rolle auf den Leib geschrieben und so darf jeder überrascht sein, wer als Pusztafürst die Bühne erobert.

Im Spiel dabei sind der direkte Enkel Johann Sebastian Bachs, der beliebteste Hesse in Wechmar, genauso wie die Kindergärtnerin oder der Beamte von nebenan, der Student aus Bayern, die Ärztin und die Juristin, die Verkäuferin und der Lehrer, so wie die Seniorin und das Kindergartenkind.

Spielort für die Veit-Bach-Festspiele ist seit dem Jahr 2000 eine der originalen Bachwirkungsstätten von Wechmar und zwar die größte Dorfkirche Thüringens, die genügend Plätze bieten wird, um mit Abstand das Volksschauspiel zu genießen.

Wer die Weltpremiere am zweiten Freitag und Samstag im September 2022 nicht versäumen will, der sollte sich jetzt Karten zum Preis von 25€ sichern, die an allen Ticketshops in Thüringen im Angebot sind.

Zur Geschichte der Festspiele

Im Jahr 2000 entstand die Idee die Geschichte der Musikerfamilie Bach im Rahmen eines Theaterstücks den Gästen des Internationalen Musikfestivals Bach 2000 Wechmar nahezubringen. Der große Erfolg der ersten Aufführung in der Kartoffelhalle Wechmar ließ die Gedanken zu Festspielen reifen, denn im September 2000 wurde die Aufführung vom Juli in der Kirche wiederholt und nun war klar, Wechmar braucht eine fünfteilige Familien-Saga der Bach`s.

In den „Veit-Bach-Festspielen Wechmar“ waren bisher folgende Stücke zu erleben: 2004 „Hans Bach ein Spielmann“, 2008 „Der verliebte Kantor“, 2012 „Kirchendonner um Sankt Viti“ und 2016 „Alles geht den Bach hinüber“. Nachdem sich Ideengeber Knut Kreuch 2000 noch nicht traute das Stück zu schreiben, ist er seit 2004 Autor aller Stücke, so auch 2021.

Der Theaterspielplatz Sankt Viti Kirche

Thüringens größte Dorfkirche verwandelt sich alle vier Jahre in einen Theaterschauplatz, wo 350 begeisterte Zuschauer im Mittelschiff die Aufführungen erleben können. Natürlich hat Sankt Viti mehr Plätze, doch die Emporen bleiben der spielenden Masse vorbeihalten. Die Wechmarer Kirche ist ein originaler Schauplatz der Bachfamilie, denn sie wurde am 7. November 1843 vom Ohrdrufer Superintendenten Ernst Carl Bach eingeweiht und zählt neben Bach-Stammhaus, Veit-Bach-Obermühle und Altem Schulhaus zu den Wechmarer Bach-Gedenkstätten.

 

Thomanerchor Leipzig im Bach-Stammort Wechmar

3. Oktober 2019, 18 Uhr, Sankt Viti Kirche Wechmar

Wenn sich am 3. Oktober 2019, dem Nationalfeiertag der Deutschen, die Türen der größten Dorfkirche Thüringens öffnen, dann haben die Wechmarer mit der Musik des berühmtesten deutschen Komponisten, ein besonderes Konzerterlebnis anzubieten. Weltweit bekannt gilt Wechmar als Heimat der Musikerfamilie Bach und der 1982 gegründete Wechmarer Heimatverein e.V. hat viel dazu beigetragen, dass dies so ist. Seit der Gründung haben die Heimatfreundinnen und Heimatfreunde einen großen Wunsch, und zwar wollen sie den Chor Johann Sebastian Bachs zu einem Konzert nach Wechmar einladen. Der Tölzer Knabenchor, Musica Antiqua Köln und auch der Dresdner Kreuzchor waren in den vergangenen Jahren bereits Gäste in Wechmar, doch mit einem Konzert des Thomanerchores hat es bisher nie geklappt. 2019 geht der große Wunsch in Erfüllung, denn auf seiner Konzerttournee durch Deutschland werden die Thomaner am 3. Oktober 2019 in Wechmar gastieren.

Zur Geschichte des Chores

Im Jahre 1212 als die Ritter von Wechmar gerade dabei waren ihre Burg in Wechmar zu befestigen und in Gotha nach einem großen Stadtbrand durch die Thüringer Landgrafen die Stadtmauern sowie neue Stadttore errichtet worden sind, wird durch kaiserliches Dekret in Leipzig die Thomasschule errichtet. Kaiser Otto IV. stellte den Augustiner-Chorherren diesen Gründungsbeleg aus, fast zeitgleich siedelten in Gotha die Franziskanermönche, deren Kloster 1258 auch an die Augustinerchorherren überging. Die Thomasschule Leipzig, als Heimat der Thomaner, gilt deshalb als eine der ältesten Schulen Deutschlands. Das der Thomanerchor heute einer der vier ältesten Knabenchöre in Deutschland ist, scheint unbestritten, aber seine Berühmtheit bis ins 21.Jahrhundert erlangte er durch das Kantorat von Johann Sebastian Bach, der von 1723 bis 1750 als Thomaskantor wirkte. Obwohl Bach in seiner Zeit nicht die Berühmtheit seines Freundes, des Gothaer Kapellmeister Gottfried Heinrich Stölzel (1690-1749), erlangte, gelten seine Werke in der Musikgeschichte als „Anfang und Ende aller Musik“, wie der Komponist Max Reger im Jahr 1905 sein großes Vorbild treffend schilderte.

Etwa seit dem Jahr 1920 singt der Thomanerchor nicht nur in Leipzig, sondern geht auch auf Reisen. Thomaskantor Karl Straube begann diese Tradition, die dem Chor im letzten Jahrhundert auf alle Kontinente der Erde führte und wesentlich dazu beigetragen hat, dass die Chor-Musik Johann Sebastian Bachs heute in aller Welt geschätzt wird und der Thomanerchor schlechthin als der Erbe Johann Sebastian Bachs und seiner Familie angesehen wird. Zum Repertoire des Chores gehört aber nicht nur die Musik des großen Meisters, sondern auch seiner Familie und vieler Zeitgenossen.


Wechmar und die Bachfamilie

Wechmar, als Wiege der Musikerfamilie Bach, hat mit dem vor 400 Jahren, am 8. März 1619 verstorbenen Müller Vitus Bach, den Stammvater und den ersten Musiker der großen Familie vorzuweisen. Dessen Söhne Caspar und Johannes Bach, waren die ersten Berufsmusiker. Caspar ging als Stadtpfeiffer nach Gotha und Arnstadt, Johannes zog als Spielmann durch die Lande. Seine drei in Wechmar geborenen Söhne Johannes, Christoph und Heinrich sorgten für die Verbreitung des Geschlechts, von ihnen stammen die ersten erhaltenen musikalischen Kompositionen der Bachfamilie.

Wenn die Thomaner am 3. Oktober 2019 in Wechmar gastieren, dann ist diese erste Begegnung mit dem Bach-Stammort auf vielfältige Art und Weise eine Heimkehr zu den Wurzeln. So begegnen die Chorknaben auch dem Haus, in dem am 19.September 1730 der langjährige Direktor des Collegium Musicum in Leipzig und Freund Bachs, der Komponist Georg Balthasar Schott, den Bund der Ehe schloss mit der Tochter des Wechmarer Pfarrers Johann Georg Conradi, denn in diesem Haus, dem heutigen Landhaus Studnitz, werden sich die Sänger auf ihren Auftritt vorbereiten.
Interessant wird ebenfalls sein, dass der ehemalige Thomaner Erhard Mauersberger, ab 1961 der vierzehnte Thomaskantor nach Johann Sebastian Bach, bereits im Jahr 1935 das erste große Bachfest in Wechmar leitete, damals in seiner Funktion als Landeskirchenmusikdirektor in Eisenach. Mehrfach kam der Organist Mauersberger zu Konzerten nach Wechmar, nur nie mit seinem Chor.

Karten ab sofort zu erhalten

Die Kirchgemeinde Wechmar und der Wechmarer Heimatverein freuen sich nun, dass am Donnerstag, den 3. Oktober 2019, um 18 Uhr ein großes Konzert des Thomanerchores Leipzig in der Sankt Viti Kirche Wechmar angestimmt werden darf. Die Sankt Viti Kirche ist nicht nur wegen ihre Größe und schlichten Schönheit berühmt, sondern vor allem wegen ihrer hervorragenden Akustik und der Tatsache, dass sie am 7. November 1843 von Ernst Carl Bach, dem damaligen Ohrdrufer Superintendenten und Großcousin J.S.Bachs, eingeweiht worden ist. Sie ist somit eine der vielen originalen Wirkungsstätten der Bachfamilie in Wechmar. Die Veranstalter sind der Thüringer Staatskanzlei und dem Rosenthal Musikmanagement in Leipzig zu großen Dank verpflichtet, dass das Konzertereignis in Wechmar stattfinden kann.

Karten für das außergewöhnliche Konzert in Wechmar am 3. Oktober 2019, sind in verschiedenen Preiskategorien ab sofort in allen bekannten Vorverkaufsstellen und Ticketshops in ganz Thüringen erhältlich. Vor Ort können die Karten im Bach-Stammhaus Wechmar und im Landhaus Studnitz in Wechmar gekauft werden.