Veit-Bach-Festspiele Wechmar 2021

Premiere des Volksschauspiels „Vitus Bach und der Anfang zur Musik“

Bach-Stammort Wechmar: Im Rahmen des 95. Internationalen Bachfestes Ohrdruf-Gotha 2021 haben sich die Mitglieder des Wechmarer Heimatverein e.V. einen ganz besonderen Höhepunkt einfallen lassen. Die seit dem Jahr 2000 im Vier-Jahres-Rhythmus stattfindenden Veit-Bach-Festspiele Wechmar wurden vom Jahr 2020 um ein Jahr verschoben, um im Internationalen Bachfest 2021 dabei sein zu können.

Am Freitag, dem 3. September 2021, um 19.30 Uhr und am Sonntag, den 5. September 2021, um 19.30 Uhr wird sich die Sankt Viti Kirche Wechmar öffnen, um den Theaterschauplatz für die einzigartige Aufführung zu bieten.

Karten für das Volksschauspiel sind im Ticketservice Thüringen erhältlich sowie im Landhaus Studnitz am 26.09.2020, 31.10.2020 und 28.11.2020 jeweils in der Zeit von 14 – 18 Uhr.

Zur Geschichte der Festspiele

Im Jahr 2000 entstand die Idee die Geschichte der Musikerfamilie Bach im Rahmen eines Theaterstücks den Gästen des Internationalen Musikfestivals Bach 2000 Wechmar nahezubringen. Der große Erfolg der ersten Aufführung in der Kartoffelhalle Wechmar ließ die Gedanken zu Festspielen reifen, denn im September 2000 wurde die Aufführung vom Juli in der Kirche wiederholt und nun war klar, Wechmar braucht eine fünfteilige Familien-Saga der Bach`s.

In den „Veit-Bach-Festspielen Wechmar“ waren bisher folgende Stücke zu erleben: 2004 „Hans Bach ein Spielmann“, 2008 „Der verliebte Kantor“, 2012 „Kirchendonner um Sankt Viti“ und 2016 „Alles geht den Bach hinüber“. Nachdem sich Ideengeber Knut Kreuch 2000 noch nicht traute das Stück zu schreiben, ist er seit 2004 Autor aller Stücke, so auch 2021.

Die Story „Vitus Bach und der Anfang zur Musik“

Mit dem Stück „Vitus Bach und der Anfang zur Musik“ kehrt Knut Kreuch zum Beginn der Familien-Saga zurück und ist dann Autor aller Stücke der fünfteiligen Geschichte. In seinem Volksschauspiel geht es um Liebe, Lügen und Intrigen an der Schwelle des 17. Jahrhunderts.

Natürlich lässt er zuerst den Meister Johann Sebastian Bach selbst zu Wort kommen, der einst einen Familienstammbaum anlegte und darin Vitus Bach als seinen Stammvater bezeichnete. Von Auerbachs Keller geht’s auf die Dorfplätze von Wechmar und entlang der Kupferstraße hinein in die quirlige ungarische Puszta.

Er schildert, wie der begabte Musikant Vitus seine Heimat verlässt, weil er nicht den väterlichen Beruf übernehmen will. Mit einem Freund geht er in die Fremde und findet in Ungarn genügsame Sicherheit für seine lutherische Religion. Er gründet eine Familie und erlebt Kaiser Rudolphs brutale Gegenreformation, die ihn wieder in die Heimat treibt, wo er lange suchen muss, bis er gastfreundliche Aufnahme findet.

„Es wird ein lustiges Miteinander mit Tiefgang und Würze, aber auch mit mancherlei Überraschungen“ freut sich der Autor.

Die Mitwirkenden

Bei den Veit-Bach-Festspielen Wechmar ist es Tradition, dass nur Laien auf die Bühne dürfen, kein Profimusiker, kein Profischauspieler hat je auf dem Theaterschauplatz Wechmar gestanden. Manches Talent wurde hier schon entdeckt, manches Mädchen hat hier schon stimmlich überzeugt, mancher in der Regie schon neue Aufgaben bei anderen Aufführungen übernommen und das Publikum ist immer wieder begeistert, was der Nachbar, der eben noch Handwerker war oder am Büroschreibtisch saß, für eine glanzvolle Sprech- oder Gesangsleistung auf die Bühne bringt. Rund 50 Sprecherrollen sind entstanden, dazu kommen Tänzer und Sänger, so dass wieder mehr als 75 Mitwirkende in einem prächtigen Bühnenbild live zu erleben sind.

Regie übernimmt zum zweiten Male die gebürtige Wechmarerin Aniela Liebezeit aus Magdeburg, die selbst als Theaterautorin des „Sommertheaters im Landhaus“ bekannt ist.

Der Theaterspielplatz Sankt Viti Kirche

Thüringens größte Dorfkirche verwandelt sich alle vier Jahre in einen Theaterschauplatz, wo 350 begeisterte Zuschauer im Mittelschiff die Aufführungen erleben können. Natürlich hat Sankt Viti mehr Plätze, doch die Emporen bleiben der spielenden Masse vorbeihalten. Die Wechmarer Kirche ist ein originaler Schauplatz der Bachfamilie, denn sie wurde am 7. November 1843 vom Ohrdrufer Superintendenten Ernst Carl Bach eingeweiht und zählt neben Bach-Stammhaus, Veit-Bach-Obermühle und Altem Schulhaus zu den Wechmarer Bach-Gedenkstätten.

Lust zum mitspielen

Auf die Frage „Kann noch jemand mitspielen“ sagte Knut Kreuch spontan „Bei mir ist es so, wenn sich jemand meldet, der Lust hat, mit dabei zu sein, dem schreibe ich eine Rolle auf den Leib. Das habe ich immer so gemacht und es hat meistens fantastisch geklappt“. Wer also Lust hat mit dabei zu sein, wenn die wahre Geschichte der Musikerfamilie Bach lebendig wird, der meldet sich unter info@wechmarer-heimatverein.de oder spricht den Autor persönlich an.